Klimagewinner Mais

Beschreibung der Pflanze: Der Mais (Zea mays) gehört der Familie der Süssgräsern an. Zu dieser Familie gehören Gerste, Hafer, Weizen und Reis. Das Getreide stammt ursprünglich aus Mexiko und ist eine einhäusige getrenntgeschlechtliche Pflanze. Das bedeutet, dass die Pflanze sowohl männliche als auch weibliche Blüten hat. Da Mais eine C4-Pflanze ist, kann sie bei hoher Lichteinstrahlung und Temperaturen besser wachsen als C3-Pflanzen und ist somit an Licht und Wärme angepasst. Die einjährige Pflanze kann bis zu drei Meter gross werden. Die Laubblätter sind wechselständig am Halm angeordnet. Auf jeder Maispflanze wächst mindestens ein Kolben, auf welchem bis zu 400 Körner vorhanden sind. Spannend zu wissen; die Maisgriffel sind giftig.

Nutzung: Am häufigsten wird Mais als Nahrungsmittel genutzt. Das Getreide nimmt vor Weizen und Reis den ersten Platz bezüglich Anbau ein. Für Mais wird viel Landwirtschaftsfläche gebraucht. Maissamen sind ebenfalls ein oft verwendetes Tierfutter. Über 60% wird zu Maissilage verarbeitet, welches als Kraftfutter in der Viehwirtschaft genutzt wird. Zudem ist Mais eines der Grundnahrungsmitteln in Afrika und Lateinamerika. In Brasilien zum Beispiel werden etwa 32.000.000 ha, in China über 44.000.000 ha mit Mais bepflanzt.

Ökologische Anforderungen: Mais wächst bei Temperaturen zwischen 18°C bis 33°C optimal. Die Pflanze ist sehr hitzebeständig und kann deshalb Temperaturen bis 47°C aushalten. Die Minimaltemperatur liegt bei 10°C. Der Mais braucht sehr viel Licht und Sonne um wachsen zu können. Die Pflanze hat keine grossen Anforderungen an den Boden. Mais braucht nicht viel Wasser, so dass er auch in trockenen Gebieten angepflanzt werden kann. Verglichen zur Soja hat Mais einen langen Erntezyklus. Dieser kann nämlich von 65 Tagen bis 365 Tagen dauern.

Anbau in der Schweiz heute: In der Schweiz wird eine Fläche von 13000 ha mit Mais angepflanzt. Im 2015 wurden etwa 113000 Tonnen Mais geerntet. Verglichen zu Soja ist dies eine enorme Anzahl, denn im gleichen Jahr wurden nur etwa 4000 Tonnen Soja geerntet. Wie man aus Daten lesen kann, wird jährlich immer mehr Mais angepflanzt, was möglicherweise von den Temperaturen abhängt. Man kann auf dem Heimweg selber erkennen, dass Landwirten immer mehr Mais anpflanzen. Mais konnte aber nicht schon immer in der Schweiz angepflanzt werden. 1960 wurde eine kälteresistentere Sorte entdeckt, welche an die Schweizertemperaturen angepasst war. In der Schweiz wird Mais hauptsächlich als Futter genutzt.

Prognose für den Klimagarten 2085: Mit den bekannten ökologischen Anforderungen des Mais kann man sagen, dass der Mais mit den Voraussetzungen des Klimawandels stets gut angepflanzt werden kann. Denn in den Treibhäusern herrschen Temperaturen bis zu 30°C, welche in der optimalen Temperatur der Pflanze liegt. Durch den Klimawandel wird es zukünftig weniger Niederschläge geben, was den Anbau an Mais aber nicht erschweren würde. Was man nicht voraussagen kann, ist wie die Extremereignisse das Wachstum der Pflanze beeinflussen werden. Aber im Ganzen wird das Mais ein Klimagewinner sein. Man kann also kurz und knapp für die Prognose sagen: Der Anbau an Mais wird sich nicht erschweren wenn nicht sogar wegen vielen Faktoren erleichtern.

In der folgenden Tabelle wird jeweils die Anzahl Blätter der Pflanze dokumentiert:

Datum +6.5°C feucht +6.5°C trocken +3°C feucht +3°C trocken Aussenbeet
21.05.19 5 5 6 5 5
24.05.19 6 4 7 6 6
27.05.19 7 5 6 6 5
29.05.19 6 5 6 7 5
05.06.19 6 6 5 6 4
14.06.19 6 6 4 5 3
25.06.19 7 5 6 5 4

In der folgenden Tabelle wird die Länge des längsten Blattes in cm notiert:

Datum +6.5°C feucht +6.5°C trocken +3°C feucht +3°C trocken Aussenbeet
21.05.19 44 50 57 49 50
24.05.19 45 52 59 50 53
27.05.19 46 49 61 54 30*
29.05.19 45 50 62 56 30
05.06.19 46 50 61 63 32
14.06.19 72 55 70 79 42
25.06.19 79 54 75 80 45

In der folgenden Tabelle wird das Datum festgehalten, bei welchem der erste Maiskolben sichtbar wird.

+6.5°C feucht +6.5°C trocken +3°C feucht +3°C trocken Aussenbeet
24.06.19 24.06.19 05.06.19 14.06.19
Aufnahmedatum: 24.05.19
Aufnahmedatum: 05.06.19
Aussenbeet Aufnahmedatum: 14.05.19

Diskussion: Wie man aus den Daten herauslesen kann, geht es den Pflanzen im Gewächshaus deutlich besser als der Pflanze im Aussenbeet. Das könnte daran liegen, dass der Mais draussen jeglichem Wetter ausgesetzt war. In der Wachstumszeit der Pflanze hatte es unterschiedliche Wettervoraussetzungen von starkem Niederschlag bis sehr hohe Temperaturen.* In den Daten sieht man auch, dass einige Messdaten geändert werden mussten, da der andere Mais nicht mehr wuchs. Im Ganzen hat der Mais mit +6.5°C Temperaturen und mehr Wasserzugabe die besten Voraussetzungen gehabt. Das Problem ist, dass es in nächster Zeit wärmer wird, wir zukünftig aber weniger Niederschläge haben werden. Diese Kombination, bei welcher Mais am besten wächst, wird also ziemlich sicher in der Zukunft nicht auftreten. 

Sofia Bottoni

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