Superfood Soja

Beschreibung der Pflanze: Die Sojabohne, oder auch einfach Soja ist eine einjährige, krautige Pflanze. Es gibt sehr viele verschiedene Variationen der Sojabohne, doch die meisten sind aufrechtwachsende Pflanzen, welche zwischen 20-80cm gross werden. Die Stängel sind eher dünn und meist vezweigt. Die Pflanze hat an Stängeln und Blättern feine Härchen. Die Laubblätter wachsen wechselständig am Stängel. Die Wurzeln der Sojabohne werden meist von Knöllchenbakterien besiedelt. Die Planze lebt mit den Knöllchenbakterien in einer Symbiose. D. h., in dieser Symbiose liefern die Bakterien der Pflanze den überlebswichtigen Stickstoff in einer für die Pflanze zugänglichen Form.

Die Sojabohne am Anfang des Experiments

Nutzung: Die Sojabohne wird heute auf 6% der globalen landwirtschaftlichen Fläche angebaut. Der Hauptproduzent sind die USA, gefolgt von Brasilien und China. Damit ist sie die weltweit wichtigste Ölsaat. Als Ölsaat enthalten Sojabohnen 20% Öl. Mit diesem Öl stellt man Lebensmittel und Biodiesel her. Der Rest wird fast vollständig für Tierfutter verwendet.Beim Beispiel Mais zeigt sich ein ähnliches Bild, wie bei Soja. Mais wird jedoch in noch grösseren Mengen als Soja angebaut. Jedes Jahr werden global mehr als 1 Milliarde Tonne Mais von den Feldern geerntet. Das ist dreimal so viel, wie Soja. Von diesem Ernteertag wird mehr als 60% Prozent für Tierfutter verwendet.

Ökologische Anforderung: Soja wächst am besten in leicht erwärmbaren, tiefgründigen, mittelschweren Böden mit einem schwach sauren bis neutralem PH-Wert. Soja mag es eher warm, viele Sorten werfen ihre Blüten ab, wenn es unter 12° C warm ist. Die optimale Temperatur für Soja liegt zwischen 20°C bis 33°C. Allerdings kann Soja auch bei bis zu 38°C wachsen. Deshalb wächst der Großteil der weltweiten Sojaerträge in warmen Teilen der USA, Brasilien und China. Das Wasser ist ebenfalls ein entscheidender Faktor für das Wachstum der Pflanze. Soja kommt vor der Blüte im Frühsommer gut mit Trockenheit zu recht, doch sobald die Blüten da sind, ist es essentiell für die Pflanze, genügend Wasser zu haben.  

Anbau in der Schweiz: Die Temperatur ist auch der entscheidende Faktor, weshalb in Ländern wie der Schweiz, Deutschland oder Österreich nur sehr wenig Soja angebaut ist. Doch es ist möglich, dass sich dies in den nächsten 20 Jahren ändern könnte, wenn die Temperaturen so steigen wie vorhergesagt.

Prognosen für den Klimagarten: Ich nehme an, dass die Sojabohnen gut mit dem warmen Klima im Gewächshaus klarkommen werden. Da Soja gerade nach der Blüte viel Wasser verlangt, nehme ich an, dass die Sojabohnen mit wenig Wasser auch weniger Ertrag abwerfen werden.

Daten: Höhe der Pflanze in cm

26.5°C

 Datum Feucht Trocken
21.5 14 8
24.5 21 12
27.5 22 16
4.6 34 69
25.6 60 110

30°C

Datum Feucht Trocken
21.5 12 14
24.5 16 15
27.5 19 19
4.6 32 38
26.5 60 90

Aussen ( nicht im Gewächshaus, den normalen Aussentemperaturen ausgesetzt )

Datum Höhe
21.5 4
24.5 7
27.5 8
4.6 9
26.5 14

Anzahl Blätter ( gezählt an der Pflanze mit den meisten Blättern)

26.5°C

Datum Feucht Trocken
21.5 8 5
24.5 11 7
27.5 14 9

30°C

Datum Feucht Trocken
21.5 4 6
24.5 8 8
27.5 12 10

Aussen ( nicht im Gewächshaus, den normalen Aussentemperaturen ausgesetzt )

Datum Anzahl Blätter
21.5 4
24.5 5
27.5 6

Diskussion: Die Sojabohne hat sich zu meiner Überraschung auf den trockenen Seiten besser entwickelt, als auf den feuchten Seiten. Auch habe ich bemerkt, dass die Sojabohnen, im Gegensatz zu meiner anderen Pflanze, dem Buchweizen, viel besser im Gewächshaus gewachsen ist. Ich denke, dass der Buchweizen vor allem mit den warmen Temperaturen im Gewächshaus zu kämpfen hatte. Bei der Sojabohne war das genau umgekehrt. Die Pflanze, die draussen gestanden ist, ist kaum gewachsen und sehr mickrig geblieben, die im Treibhaus wurden sehr gross.

Abschliessend kann man sagen, dass die Sojabohne auf jeden Fall bei warmen Temperaturen sehr gut gedeiht. Zudem benötigte sie auch weniger Wasser als erwartet, wobei man den effektiven Wasserverbrauch der Sojabohne vermutlich erst nach der Blüte vollends erkennen kann, da sie nach der Blüte mehr Wasser für ihre Früchte benötigt. Die Sojabohne gehört aber definitiv zu den Klimagewinnern und ich denke, dass sie in den nächsten Jahrzehnten in der Schweiz vermehrt angebaut werden kann.

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